Ausbildungskonzept
Daoistisches Wing Chun Chuan, als ganzheitlich fördernde innere Lehre, vereint auf einzigartige Weise den modernen Zeitgeist mit der Tradition
klassischer chinesischer, innerer Kampf- und Kriegskunst.
In der für das Kung Fu typischen familiären Ausbildungsstruktur, finden sich hier viele Elemente der modernen Didaktik, welche eine konkrete
Nachvollziehbarkeit und ein intensives Verständnis der vermittelten Prinzipien und der universellen Gesetzmäßigkeiten als Kernziele der Ausbildung sieht.
Daher gehört auch das Verständnis des fragilen Gleichgewichts von Arbeit und Erholung, damals wie heute, nicht zuletzt wegen ihrer großen Bedeutung für unsere Gesundheit, zu den wichtigsten Zielen dieser jahrhundertealten Lehre.
Innerhalb der acht Schülergrade erlernen Praktizierende nicht allein effektive Selbstschutztechniken, verschiedene Anwendungen und Übungen, sondern Schritt für Schritt, angefangen von der entlastenden Körperhaltung, über die Atmungs- und Bewegungslehre bis hin zum philosophischen Verständnis alles, um der heutigen „Hektik des Alltags“ zu entgehen.
Hierbei konzentriert sich der erste Teil der Schülerausbildung, symbolisiert durch die blauen Graduierungsstreifen, vermehrt auf den Körperaufbau, der Kontrolle der Emotionen und dem Grundverständnis für die Unterschiedlichkeiten diverser Angriffe.
Mit Hilfe verschiedener Qi Gong Übungen wird sowohl eine aufrechte, entlastende Körperhaltung, als auch eine feinmotorische Schulung begonnen, welche Geschmeidigkeit und Struktur, zwei scheinbare Gegensätze, miteinander vereint.
Der zweite Teil der Schülerausbildung befasst sich anschließend, dargestellt durch die roten Graduierungsstreifen, vermehrt mit den Feinheiten des Zweikampfes, dem Nutzen verschiedener Distanzen und dem Grundverständnis für den Waffenkampf.
Durch immer komplexeres Praktizieren gleichzeitiger Schutz- und Kontertechniken, dem Einbezug des Fußes als dritte Waffe und der Auseinandersetzung mit dem Waffenkampf, vertreten durch den Kurzstock, erweitert sich, neben den körperlichen Fähigkeiten und dem Verständnis für die Dynamik des Zweikampfes, auch zunehmend die Fähigkeit sich auf die eigenen Ziele zu konzentrieren und diese, auch bei Begegnungen mit diversen Hindernissen, ohne vermeidbare Verluste zu erreichen.
Effektivster Selbstschutz, körperliche Fitness und gesteigertes kognitives Leistungspotential erscheinen damit als durchaus positive Nebeneffekte,
welche den Praktizierenden von Beginn an auf seinem Weg zur inneren Ruhe begleiten.
